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Nike Seitz (Johanna Berger / Tochter)

„Mir gefallen Menschen, die nicht so sind wie alle“, sagt Nike Seitz, „Hanna ist auch nicht so wie alle.“ Nike ist Hanna in dem Spielfilm HANNAS SCHLAFENDE HUNDE von Regisseur Andreas Gruber. Es ist ihre erste große Rolle, davor stand sie für einen Drehtag bei Regisseur Oliver Hirschbiegel für ELSER – ER HÄTTE DIE WELT VERÄNDERT vor der Kamera.

Nike Seitz, geboren 2004 in München, besucht seit 2014 das Münchner Käthe Kollwitz Gymnasium. Sie spielt Geige im Schulorchester und nach dem Unterricht auch Klavier und Tennis. Sie liebt es, zu reiten, zu voltigieren, nimmt Tanz-Unterricht und stürzt sich auf alles, was körperliche Bewegung verspricht. Mit ihren Eltern, beide Journalisten, war sie oft im Kino und besuchte mit Zwei die Berlinale, mit Fünf das Filmfestival von Locarno und mit Elf die Biennale von Venedig. Dass die Traumfabrik Hollywood auch Albträume produzieren kann, weiß sie, seit ihre georgische Babysitterin ihr zum Einschlafen FINDET NEMO und DIE MONSTER AG vorführte. Als das erste iPhone auf den Markt kam, war Nike Drei und konnte das Gerät auf Anhieb besser bedienen, als ihre Eltern und ihr sechs Jahre älterer Bruder zusammen. Dennoch entdeckte sie die Faszination des Lesens für sich und würde HARRY POTTER abends im Bett am liebsten so lange weiter schmökern, bis es draußen wieder hell wird. Im Augenblick ist sie kurz vor Ende von Band Fünf. Wenn nach dem siebten Band Schluss ist, wird sie sich die nächsten sieben Bände selbst schreiben.

„Schauspielerin wollte ich eigentlich schon immer werden“, erinnert sich Nike. „Eine Zeit lang habe ich´s ein bisschen vergessen. Aber dann kam´s mir wieder in den Sinn. Und ich würde gerne noch mehr Filme drehen. Es macht einfach Spaß. Man kann jemand anderes sein und man kann Sachen machen, die man normal nicht machen würde. Zum Beispiel, bei einem Songwettbewerb mitmachen.“ Mit einer Freundin, die beschlossen hat, Regisseurin zu werden, drehte Nike ihre ersten Kurzfilme. Ihrem Talent, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, hat sie es zu verdanken, dass sie Hanna begegnete. Nachdem Nike ihr viertes Schuljahr abgeschlossen hatte, nahm ihr Vater sie mit zu der Casterin Stefany Pohlmann, um mit ihr über Kinderschauspielschulen zu reden. Sie riet eher ab, lud Nike dafür „zum Ausprobieren“ zu einem Casting für HANNAS SCHLAFENDE HUNDE ein. Regisseur Andreas Gruber sah die Aufzeichnung, lud Nike zu einem zweiten Casting unter seiner Regie - und gab ihr die Rolle. „Hanna ist ein bisschen braver als ich“, sagt Nike „aber es war auch eine andere Zeit. Sie erlebt schlimme Sachen, sie ist gefangen in ihrer Welt und sie bricht aus. Mir gefällt, dass sie so mutig und neugierig ist, wir können beide sehr gut lauschen.“ 24 Drehtage hatte Nike für HANNAS SCHLAFENDE HUNDE - ein großer Teil davon in ihren Schulferien, oder von der Produktion so gelegt, dass sie vormittags den Unterricht besuchen konnte. Hat sie sich etwas abgeschaut von ihren prominenten Filmpartnerinnen, die sie mütterlich unter ihre Fittiche nahmen? „Ja“, meint Nike und grinst schelmisch: „Wenn einem etwas nicht passt, einfach stur sitzenbleiben und gerade aus starren!“

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